Vom 2. – 5. Juni 2016 fand auf dem Museumshof das 5. ES Doppelport Treffen statt. In diesem Jahr war ganz klar Dimo aus Bulgarien der Star der Veranstaltung. Er fuhr auf seiner Maschine über 2000km durch mehrere Länder, um am Treffen teilzunehmen. Die Doppelport stammt von seinem Großvater. Dimo fand die Maschine vor einigen Jahren in desolatem Zustand wieder und restaurierte sie mit großem Aufwand. Am Beamer zeigte er uns Impressionen seiner langen Anfahrt.
Ein weiteres Highlight war ein zweites grünes Doppelport Gespann im Originalzustand.
Am Samstag haben wir bei einer Ausfahrt den Teilemarkt in Wünsdorf besucht. Insgesamt war es eines der schönsten Treffen.
Der Durchzug ist im Vergleich zur 250er mit 14,5 PS enorm. Die ES 250-1 mit 16 PS bin ich noch nicht gefahren.
Die alten Reifen müssen auf jeden Fall gegen neue getauscht werden. Man bekommt beim Fahren direkt Angst.
Nach einigem Überlegen habe ich der Maschine einen nagelneuen orgiginalen Alu-Kennzeichträger spendiert. Dieser lag noch herum und sollte eigentlich an die grüne 1957er wo er aber aufgrund des Rücklichts nicht passt.
Bei der 300er war zwar ein solcher Träger verbaut allerdings war der nicht mehr schön, verbeult und vor Allem viel zu groß für das originale Nummernschild.
Der neue passt haargenau und deshalb habe ich mich für den Austausch entschieden. Die ursprüngliche Teil wird natürlich aufgehoben.
Ich montiere das Schutzblech und nehme mir an einem Abend das Vorderrad vor. Mit einer kleinen Messingbürste kommt der grobe Dreck und Rost von den Speichen. Den Rest macht Nevr Dull.
Auf dem Schutzblech befinden sich 2 Aufkleber:
Versicherungszertifikat der M.A.I.F. (Mutuelle d’assurance des instituteurs de france). M.A.I.F. ist einer der großen französischen Versicherungsvereine. In Frankreich ist die Anbringung dieses Zertifikats Vorschrift. Es gilt in der Regle für ein Jahr. Der Aufkleber an der ETS galt vom 25.9.1987 bis 31.8.1988. In diesem Jahr muss die Maschine letztmalig offiziell zugelassen gewesen sein.
Aufkleber des französischen Händlers, bei dem die ETS gekauft wurde. Der Händler existiert auch heute noch und hat nur die Hausnummer gewechselt.
Die ETS wird jetzt für die vorübergehende Einlagerung vorbereitet. Der Sprit muss wieder raus und fehlende Teile werden noch komplettiert.
Dreck und Gammel wird soweit bekämpft wie es ohne Demontage der Maschine möglich ist.
Gestern Abend habe ich schnell den Tank abgebaut und die Klebereste der Embleme entfernt.
Heute gibt man sich mehr Mühe als damals im MZ-Werk als das schnell gehen musste: Lack und die Ersatzembleme werden mit Schleifpapier angeraut – dann hält der Kleister besser. Danach muss gründlich entfettet werden.
Das erste Emblem wird aufgeklebt und kann über Nacht abbinden.
Bevor ich zur Arbeit fahre klebe ich noch schnell das 2. Emblem an. Um 7:50 Uhr ist es drauf. Während ich beruflich unterwegs bin kann der Kleber abbinden.
Abends ist der Tank bereit zur Montage. Ich fülle großzügig Öl ein und verteile das durch Schwenken und dem Kompressor im gesamten Tank. Da drin soll erstmal nichts weiter gammeln.
Wenn die ETS irgendwann wieder fahren soll muss der Tank nochmal chemisch gereinigt werden. Da ist noch immer verharzter Sprit drin.
Nach Anbau des Tanks mache ich noch den Vergaser leer und öle diesen von innen ein. Der Bowdenzug wird passend verlegt. Mit etwas Kreativität lässt sich der zu lange Bremszug so verlegen, dass dieser auch mit dem Flachlenker am Gummischoner des Schutzbleches vorbeiläuft. Das wird jetzt so leiben. Der Flachlenker gefällt mir an der ETS einfach am besten.
Zum Schluß mache ich noch einige Fotos und dann geht das Licht für heute aus.
Mein Freund aus Paris ist zu Besuch in Deutschland. Er bringt das vordere Schutzblech mit. Ich habe in den Tagen zuvor alles vorbereitet, um einen Startversuch zumachen.
Es ist saukalt aber wir gehen in die Werkstatt und ich versuche, die ETS anzuwerfen. Es gelingt! Der Motor läuft. Ich schiebe die Maschine aus der Werkstatt aber draussen geht sie aus.
Der Motor lässt sich nicht noch einmal zum Start überreden. In den kommenden Tagen versuche ich es noch einmal und schaue nach Zündung und Spritzufuhr. Theoretisch ist alles gut aber sie startet nicht mehr. Die Kompression wird gefühlt immer schlechter. Vermutlich haben die Kurbelwellendichtringe komplett versagt.
Der Motor ist ausgebaut. Der Kurbelraum war ebenfalls bis unter den Kolbenboden voll Wasser. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das vom Kärchern kommen soll habe aber auch keine andere Erklärung.
Auf jeden Fall kann das Wasser noch nicht sehr lange drin gewesen sein sonst würde alles viel schlimmer ausschauen.
Der Kolben war unten etwas festgebacken und konnte mit einem Holzstück und Hammer gelöst werden. 71.96 – also 0-Maß.
Da ich meinen 4-Gang Kupplungsabzieher im Moment nicht das habe, wird der Motor erst in der kommenden Woche weiter zerlegt.
Das Wasser ist erstmal raus und Kolben und Zylinder sind heile. Da kann ich jetzt besser schlafen 😉
Ich habe an der Maschine bis jetzt schon eine Reihe an Zeitangaben gefunden:
LIMA: 10 63
Zündspule 10 63
Zylinder 10 63
Kettenschläuche 10 63
Kerzenstecker 1 63
Rücklichteinsatz I 63 (1. Quartal 63)
Regler 70 (dieser wurde als 1970 umgebaut, daher auch Flachsteckanschlüsse)
Der im Brief angegebene Werksausgang vom 20.9.1963 passt da natürlich nicht so richtig. Die Maschine muss das Werk doch später verlassen haben.
Die einzige Erklärung für die späteren Teile am Motor hätte ein Motortausch geliefert. In diesem Fall wären aber Kettenschläuche und Zündspule nicht mit gewechselt worden.
Ausserdem stimmen Motornummer im Brief und auf dem Block überein.
Was es mit dem Werksausgang und den vielen nicht dazu passenden Zeitangaben genau auf sich hat läßt sich wohl nicht mehr klären.
Ich gehe abends nochmal kurz in die Werkstatt und möchte an der Lichtmaschine nachschauen wann diese produziert wurde. Der Auspuff ist irgendwie im Weg. Ich entschließe mich, diesen beiseite zu nehmen und mir gleich mal das Krümmergewinde anzuschauen.
An der Verbindungsstelle zwischen Krümmer und Auspuff ist Wasser und etwas offenbar frischer Rost. Jetzt fällt mir ein, dass der Verkäufer am Sonntag was von Kärchern erzählt hat. OK also Auspuff abbauen, hochkant in die Ecke stellen und tocknen lassen. Danach einjauchen und gut.
Ich habe noch einen behelfsmäßigen Gewindeschneider aus einer ETZ-Krümmermutter und einer Stecknuss im Regal. Diesen setze ich am Auslass an und es gelingt nach ein paar Versuchen, das Werkzeug gerade einzuschrauben und das Gewinde dürfte wieder OK sein.
Das war es aber dann mit positiven Neuigkeiten. Bei der Demontage des LIMA-Deckels kommt ein großer Schwung Wasser heraus und die Lichtmaschine sieht im unteren Bereich schlecht aus. Das ist aber größtenteils frischer Rost mit Wasser, welches sich abwischen lässt. Das Wasser muss beim Kärchern rein gekommen sein.
Ich schaue nochmal in den Auslass und das obere Ende des Krümmers. Dort ist es trocken bzw. schmodderig wie üblich.
Ich bin jetzt aber alarmiert und schraube an der Kupplungsseite den Deckel der Einstellöffnung ab. 2 der 3 Schrauben sind bombenfest und ich bekomme die mit Klopfen gerade so heraus. Es kommt wieder Wasser und Rostschlamm – Scheisse!
Jetzt muss der Kupplungsdeckel auch runter. Die Schrauben kommen alle, der Splint geht raus, Schalthebel geht auch gut ab.
Als ich die untere Deckelschraube herausziehe kommt ein Wasserstrahl und es läuft ca. 1 Liter Wasser in die Auffangschale. Ich glaube es nicht. Es ist eigentlich zum Heulen aber ich stehe bloß da und mache ein Foto.
Nach Abhnahme des Kupplungsdeckels auch wieder Rostschlamm. Möglicherweise ist auch das Kurbelgehäuse betroffen und dann mit Sicherheit das untere Pleuellager Schrott. Den Motor schaffe ich aber heute nicht mehr.
Das muss aber jetzt zeitnah passieren. Der Motor muss raus und wird zerlegt. Eine Probe am Primärbetrieb zeigt, dass das Getriebe sich bewegt aber die Kurbelwelle kein Stück.
Das ist natürlich sehr ärgerlich vor Allem weil das einzig und allein durch das Abkärchern verursacht wurde. Es wäre also absolut vermeidbar gewesen. Im Endeffekt ist das aber alles lösbar und die bisher freigelegten Teile sollten keinen wirklichen Schaden davon getragen haben.
Wenn die 300er allerdings jetzt längere Zeit so stehen würde dann hätte es irgendwann eine ganz böse Überraschung gegeben. Das dumme an Wasser ist, dass es aufgrund der Oberflächenspannung nicht durch schmale Öffnungen herausläuft. Damit bleibt es ewig drin und man sieht es auch von aussen nicht.
Ich krame vormittags den Anhänger aus der Scheune, baue den Fahrradträger vom Opel ab und dann wird der Hänger angekuppelt. Den dafür nötigen E-Adapter habe ich auch gefunden.
Der TÜV des Anhängers ist vor 2 Montaten abgelaufen und meine Frau meinte noch, dass es dafür jetzt wohl einen Punkt gibt.
Aber gut – wofür hat man das Konto in Flensburg. Ich habe und hatte noch keinen Punkt und kann darauf jetzt keine Rücksicht nehmen.
Alle Räder bekommen Luft. Mein Sohn kommt mit. Dann hat die Mama nicht beide Kinder an der Backe und es gibt ja unterwegs auch immer was zu sehen. Wir müssen in Richtung Dessau, ca. 180km eine Tour.
Gegen 12:00 Uhr rufe ich nochmal beim Verkäufer an und dann heisst es „Go!“. Meine Frau hat mir ihre Kreditkarte, die PIN und 35 Euro in bar geborgt – verkehrte Welt 😉 Die Sparschweine der Kinder geben nochmal 165 Euro her.
Am Spardosen Automaten in Märkisch Buchholz kriege ich mit der geborgten Kreditkarte 500 Euro.
Was jetzt noch fehlt bekomme ich beim Automaten meiner Bank in KWh.
Gegen 13:00 Uhr ist die Automaten-Tour beendet und wir sind mit voller Brieftasche auf der Bahn.
Ein Bekannter hat mir mal gesagt: „Dann muss man sofort entscheiden und alle Hebel in Bewegung setzen.“ Das kann man so stehen lassen.
Am Dreieck Nuthetal ist Stau, ich will mich zur A9 durchschlagen aber verfahre mich in Richtung Berlin-Zentrum. Kenne mich ja auch nicht wirklich aus und habe kein Navi und auch keine Karte. Also wieder zurück und anstellen. Das Nadelöhr ist doch überraschend schnell passiert und dann geht es auf der A9 weiter.
In Dessau laufen die Strassen irgendwie anders als auf meinem Google Maps Ausdruck. Aber egal, ich kann tatsächlich Schilder lesen und finde den Weg.
Der Verkäufer wartet schon, die ES 300 steht vor der Garage. In echt ist sie noch schöner als auf den Bildern. Der Weg hat sich 100% gelohnt.
Der Verkäufer meint, dass der Motor sich im Moment nicht mehr durchtreten lässt, dies aber vor einiger Zeit noch ging und beim Ziehen der Kupplung irgendwas ausgehakt ist.
Ich antworte, dass ich deswegen nicht wieder leer nach Hause fahren werde und das auf jeden Fall ein lösbares Problem sein wird.
Wir machen den Kaufvertag, zählen das Geld durch und verladen die MZ auf dem Transportanhänger.
Dann geht es zurück. Die A9 in Richtung Berlin ist hier anders ausgeschildert und ich folge dem ausgewiesenen Weg. Und na klar: Baustelle und Umleitung.
Irgendwann ist es gschafft und wir sind wieder auf der A9. Wir haben 2 Abfahrten übersprungen und der versprochene Stopp bei der goldenen Möve in Dessau Ost muss entfallen.
In Brück leuchtet die nächste Möve am Rande der Autobahn und wir kehren dort ein. Mein Sohn war vielleicht drei oder vier Mal bei McDonalds. Das kann man mal machen. Er bekommt Chicken Nuggets und ich esse einen Burger.
Die Rechnung haben wir schnell wieder raus, da ich bei diesem Stopp bemerke, dass die Hupe nur noch an einem Kabel unter dem Tank hängt. Werkzeug habe ich dabei – also abschrauben und ins Auto damit. Schwein gehabt.
Es geht zurück auf die Bahn. In Halbe fahren wir ab und holen an der Tanke noch eine Packung Raffaelo. Zinsen für meine Kreditgeber 😉
Die letzten 15 Kilometer sind dann schnell geschafft und zu Hause wird im Dunkeln abgeladen. Die Maschine ist ohne Schäden oder Spuren der Gurte angekommen.
Die folgenden Bilder zeigen die 300er auf dem Garagenhof des Vorbesitzers. Einige Bilder zeigen das ungereinigte Fahrzeug. Andere zeigen die Maschine nach einem Kärcher Einsatz:
Ich koche Essen. Es gibt Auberginen, Paprika, Karfoffeln und Hackfleisch aus dem Ofen. Der Ofen heizt vor, die Auberginen und Kartoffeln müssen noch etwas im heissen Wasser ziehen. Das Hackfleisch brät in der Pfanne.
Der richtige Moment, um heute mal bei Ebay-Kleinanzeigen reinzuschauen. Warum ich das mache weiss ich eigentlich nicht. Es geht mehr darum, informiert zu sein über das was so im Angebot ist. Eigentlich suche ich ja nichts.
Handy genommen, Suchbegriff „MZ“ und los gehts. Ziemlich weit oben in der Liste erscheint eine ES 300. Da schaut man natürlich mal genauer. Soweit ich das auf dem Handy sehen kann schaut die wirklich gut aus, ich sehe die DDR-Papiere und die MZ-Papiertüte, in der die Unterlagen beim Kauf der Maschine verpackt waren. Im Text steht „Patina“ und die Bilder bestätigen das. Der Preis ist fair.
Mein Bauch wusste sofort was zu tun ist, mein Kopf musste noch 1 Minute seine Bedenken äussern. Da Handyempfang bei uns schlecht ist habe ich mir das Festnetztelefon geholt und die Nummer gewählt. Ich bin davon ausgegangen, dass die 300er verkauft ist aber wer nicht versucht der nicht gewinnt.
Tut tut – Freizeichen, dann nimmt jemand ab. „Hallo, hier spricht Peter Pinnau usw. und sofort.“ Ich bin tatsächlich der erste Anrufer, die Maschine wurde gerade erst eingestellt. Wir sind uns einig. Theoretisch müsste ich sofort losfahren aber das Essen ist im Ofen und es ist bereits nach 18:00 Uhr.
Ausreichend Geld bekomme ich bei der Bank erst wieder am Montag. Der Automat ist 35 Kilometer entfernt und spuckt nicht genug aus. Wir verabreden uns dennoch für Sonntag und regeln das schon, meint der Verkäufer.
Ich weiss, dass noch weitere Interessenten anrufen werden, da die 300er wirklich schön ist und solche Angebote nicht oft vorkommen. Ich habe selbst schon seit Jahren damit geliebäugelt aber noch nie eine wirklich schöne zum Kauf gesehen.
Wenige Minuten später ist die Anzeige nicht mehr online. Auf der einen Seite schön auf der anderen Seite kann ich mir nun die Bilder nicht mehr genauer am Rechner ansehen.
Eine linke Seitenverkleidung und ein Werkzeugfachdeckel mit Schloß sind beschafft. Vergaser ist komplettiert. Damit ist die ETS teilemäßig vollständig, nur das vordere Schutzblech ist noch in Frankreich.
Und es passiert etwas, womit ich nicht im Traum gerechnet habe: Ich schaue in die ebay-Kleinanzeigen und dort verschenkt jemand eine rechte Seitenverkleidung mit „Trophy Sport“ Aufkleber.
Das Foto zeigt allerdings nicht den Deckel sondern ein altes Werbebild einer kleinen ETS. Man soll anrufen aber es steht keine Telefonnummer dabei.
Ein Blick in die anderen Angebote des Verkäufers liefert die Nummer. Also erstmal anrufen. Der Deckel ist das einzige, was von seiner ehemaligen ETS 150 noch übrig ist und ist zufällig beim Aufräumen in einer Kiste wieder aufgetaucht.
Der Käufer soll nach eingenem Ermessen etwas für dei Sparschweine der Kinder geben und Versand kommt noch dazu. Wir einigen uns schnell.
Wenige Tage später ist der Deckel in der Post. Ein Foto hatte ich ja nicht also ist es eine Überraschung. Der Lack ist in gutem Zustand, der Aufkleber auch. Allerdings ist eine Art Zierstreifen über den Deckel gelebt und an den Enden mit kleinen Schrauben fixiert. Auch der Aufkleber ist an jeder Ecke mit kleinen Schräubchen verschraubt.
Den Zierstreifen habe ich abgebaut und man sieht so gut wie keine Spuren. Die kleinen Schrauben bleiben einfach im Deckel und gut.
Ein Transporteur nimmt die ETS auf einer Leerfahrt aus Frankreich mit und lädt sie wie vereinbart bei mir ab.
In den folgenden Tagen nehme ich erste ich Renigungs- und Aufhübschungsarbeiten vor. Insgesamt ist der Zustand gut, nur der Tank ist innen sehr rostig und alter Sprit ist auch noch drin. Die Tankreinigung wird die erste größere Aktion werden.
Ich demontiere den riesigen Heckträger und tausche den Lenker gegen etwas passendes. Gasgriff und der beige Kunststoffstopfen rechts sind noch original erhalten. Für die linke Seite kaufe ich einen nachgefertigten Stopfen und dieser erhält mit einer Feile und dreckigen Fingern in 30 Sekunden ein passenden Aussehen mit vorgetäuschten Verschleissspuren.
An der Maschine befinden sich ein paar export-spezifische Merkmale:
Am Rahmen eingeschlagene FIN hat am Ende ein „F“ für Frankreich.
Motornummer hat ebenfalls das „F“
FIN am Typenschild hat auch das „F“
Am Auspuffende ist „ETS 125/1“ eingeschlagen.
Aufkleber des franz. Händlers bei dem das Motorrad gekauft wurde
Originales französisches Kennzeichen. Anhand des Kennzeiches können Aussagen zum Zulassungszeitpunkt gemacht werden. Dazu später mehr.
Aufkleber mit Bestätigung der Haftpflichtversicherung am vorderen Schutzblech. Diese sind in Frankreich vorgeschrieben.
Der Plan ist, die Maschine bis Weihnachten zu komplettierten, den Tank zu reinigen und Elektrik+Motor startfähig zu machen.
Mein Freund wird uns besuchen und wird wollen die ETS dann erstmalig starten und vielleicht ein Stück fahren. Mal schauen ob das gelingt.