Briefmarken und Philatelie

Ansichtskarte Münchehofe 1942

Diese Postkarte stammt aus den 1930 Jahren. Sie wurde am 1.7.1942 aus Münchehofe nach Berlin geschickt. Die Motive auf der Vorderseite haben sich zwar im Laufe der Jahrzehnte verändert sind aber noch gut wieder zu erkennen.

Unten links ist das ehemalige Gasthaus/ Geschäft „Fritz Kaiser“ abgebildet.

Der Poststempel ist vom 2.7.1942 aus Münchehofe über Märkisch Buchholz. Der Text auf der Karte lautet:

Münchehofe, den 1.7.42

Liebe Frau Heiden!

Aus dem schönen „Münchehofe“, wo ich mit Klara gemeinsam meinen Urlaub verlebe, senden wir Ihnen, sowie Ihrem l. (lieben) Mann und Ihren l. Eltern viele herzliche Grüße

Ihre Hedwig ….
Klara ….

Die Karte ging an:

Frau Elisabeth Heiden
Berlin Köpenick Kaulsdorf
Damerauerallee 36

Ich habe noch ein wenig nachgeforscht und ein Telefonat geführt. Elisabeth Heiden hat bis zu ihrem Lebensende in Kaulsdorf gelebt und noch die Wiedervereinigung 1990 erlebt.

Briefmarken NDP Wendisch Buchholz

Dieses Marken Lot kam heute in die Sammlung. Es handelt sich um Freimarken des Norddeutschen Postbezirks aus der Zeit um 1870. Der Norddeutsche Postbezirk geht auf die Gründung des Norddeutschen Bundes im Jahre 1866 zurück. Der Norddeutsche Bund vereinte unter der Führung Preußens alle deutschen Kleinstaaten nördlich der Mainlinie. Er war die Vorstufe für die Gründung des deutschen Kaiserreiches im Jahre 1871.

Die Marken zu 1/2, 1 und 2 Silbergroschen tragen gut lesbare Kastenstempel aus dem 7 Kilometer entfernen Wendisch Buchholz (heute Märkisch Buchholz). Da es sich nur um eine kleine Poststation handelte sind entsprechende Poststempel heute eher selten zu finden und unter Sammlern regionaler Spezialitäten beliebt.

Tipp: Wer sich für regionale Postgeschichte interessiert kommt am Buch Postgeschichte(n) aus dem Landkreis Dahme Spreewald von Wolfgang Pinkow nicht vorbei.

Preußischer Vierring aus Buchholz (200)

Bei dieser Briefmarke handelt es sich um eine 1 Silbergroschen Ausgabe aus dem Jahre 1850. Sie stammt aus der ersten preußischen Freimarken Serie und zeigt das Portrait Friedrich Wilhelm IV.

Das besondere an dieser Marke ist der preußische Vierring Stempel mit der Nummer 200. Diese Nummer steht für die Poststation im 7 km entfernten Buchholz (heute Märkisch Buchholz).

Preußischer Vierring Buchholz (200)

Die Vierring Stempel wurden in Preußen zwischen 1850 und 1859 verwendet. Die Nummerierung der Poststationen erfolgte alphabetisch von Aachen (1) bis Zützer (1725). Die Nummern von 1726 bis 1987 erhielten neue Stationen, die nach 1850 eröffnet wurden.

Da Buchholz im Alphabet relativ weit vorn liegt hat es die niedrige Nummer 200 erhalten. Das 18 Kilometer entfernte Teupitz hatte die 1430. Eine preußische Marke oder ein Ganzsstück mit Nummernstempel aus Buchholz (200), Teupitz (1430) oder Storkow (1448) nehmen wir für die Ausstellung gern an: Kontaktformular

Tipp: Wer sich für regionale Postgeschichte interessiert kommt am Buch Postgeschichte(n) aus dem Landkreis Dahme Spreewald von Wolfgang Pinkow nicht vorbei.

Ansichtskarte Pfarrhaus Münchehofe 1911

Diese Postkarte zeigt das noch heute vorhandene Pfarrhaus in Münchehofe. Der Vorgarten machte damals einen sehr gepflegten Eindruck. Heute ist das Haus teilweise kaum von der Straße zu sehen, da die Sicht durch Bäume und Sträucher versperrt wird.

Absender der Karte war Frau Klara Luther. Vermutlich handelte es sich dabei um die Ehefrau des Administrators Luther, der zu dieser Zeit die Domäne Münchehofe (Gutswirtschaft) verwaltete.

Die am Hauseingang erkennbaren Personen könnten Mitglieder der Familie Röhl sein. Fritz Röhl war von 1908 bis ca. 1960 Pfarrer in Münchehofe und hatte bedeutenden Einfluß auf die Entwicklung des Ortes. Aus seinem Nachlass befinden sich einige interessante Stücke in der Sammlung des Museumshofes.

Vorderseite
Pfarrhaus Herbst 2018, Bewuchs frisch gekürzt
Rückseite: Frankiert und Poststempel von 1911